4000 Tage
von Peter Quilter
Was bleibt von uns übrig, wenn die Erinnerung an die letzten elf Jahre plötzlich ausgelöscht ist?
Michael erwacht nach mehreren Wochen aus dem Koma. Er lebt, doch sein Gedächtnis hat eine gigantische Lücke: Die vergangenen 4.000 Tage sind komplett aus seinem Kopf gelöscht. Er weiß weder, wer er heute ist, noch, wer die Menschen um ihn herum sind. An seinem Krankenbett bricht daraufhin ein erbitterter, fast schon skurriler Kampf um Michaels Vergangenheit – und vor allem um seine Zukunft – aus. Auf der einen Seite steht seine überfürsorgliche, konservative Mutter Carol, die die Gunst der Stunde nutzen will, um ihren Sohn wieder ganz für sich zu haben und ihn in den Zustand vor den 4000 Tagen zurückzusetzen. Auf der anderen Seite kämpft Paul, Michaels langjähriger Lebenspartner, verzweifelt um die Anerkennung ihrer gemeinsamen Liebe, von der Michael absolut nichts mehr weiß. Für Paul ist es ein schmerzhafter Kampf um die gemeinsame Identität; für Carol die Chance auf eine späte Korrektur. Und mittendrin steht ein Mann, der sich selbst völlig fremd ist und seine Welt neu zusammensetzen muss.
Unter der feinfühligen Regie von Dieter Gring entfaltet sich ein hocheffektives, berührendes Kammerspiel. Peter Quilters Stück balanciert meisterhaft auf dem schmalen Grat zwischen tragischer Tiefe und pointiertem, lebensklugem Humor. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt über die Frage, was uns als Menschen eigentlich ausmacht: Sind es die Momente, an die wir uns erinnern – oder die Menschen, die uns lieben?
Besetzung
Auf der Bühne: k.A.
Regie: Dieter Gring
Regieassistenz: k.A.
Bühne: k.A.
Technik: Timo Neumann
* Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
- Fr., 19.03.2027, 19:30 Uhr
- Sa., 20.03.2027, 19:30 Uhr
- So., 21.03.2027, 17:30 Uhr
- Sa., 03.04.2027, 19:30 Uhr
- So., 04.04.2027, 17:30 Uhr
- Fr., 09.04.2027, 19:30 Uhr
- Sa., 10.04.2027, 19:30 Uhr
- So., 11.04.2027, 17:30 Uhr
- Fr., 07.05.2027, 19:30 Uhr
- Sa., 08.05.2027, 19:30 Uhr
- So., 09.05.2027, 17:30 Uhr

